Brennnessel-Samen-Salz

Brennnessel-Samen können es ohne Weiteres mit den angesagten Superfoods wie Chia- und Sesamsamen aufnehmen. Sie enthalten nicht nur viel Eiweiß, sondern auch bis zu 30% fettes Öl (aus Brennnessel-Samen wird sogar ein sehr gesundes und aromatisches Öl gewonnen) und viel Vitamin E und Carotinoide. Sie sind allerdings nicht nur gesund, sondern sie schmecken auch noch ausgesprochen gut. leicht geröstet haben sie einen herrlich nussigen Geschmack. Damit sind sie eine prima Basis für ein Gewürz-Salz der besonderen Art.

Zusammen mit dem fruchtigen Geschmack abgeriebener Zitronenschale und der Schärfe von Chili-Schoten lassen sich die Brennnessel-Samen als vielseitige Würze einsetzen.

Aber zuerst einmal müssen die Brennnesseln geerntet werden. Wie man junge Brennnessel-Spitzen am besten erntet, ist im Beitrag zum Brennnessel-Quiche beschrieben. Idealerweise hat man diese im Frühjahr und Frühsommer geerntet und einen Teil getrocknet. Wenn die Brennnesseln aber regelmäßig beerntet werden oder komplett gemäht wurden, kann man bis weit in den Herbst hinein junge Blätter und Triebspitzen ernten. Inzwischen gibt es aber auch Brennnessel-Pulver in Drogerie- und Supermärkten kaufen (natürlich als Superfood).

Um die Samen zu ernten, benutzt man am besten eine dünne Plastiktüte (z.B. Butterbrot-Tüte, kann man öfters verwenden) als Handschuh. Mit der so geschützten Hand streift man die reifen Samen (samt Blättern) von den oberen 20-40 cm des Haupttriebes der Pflanze und sammelt sie in einer Tasche oder Schale.

Die geernteten Brennnesselsamen werden zuhause auf einem Backblech ausgebreitet und für 1-3 Tage unter mehrmaligem Wenden getrocknet.

Alternativ können die Brennnessel-Samen auch im Backofen getrocknet werden. Das dauert bei 50°C ca. 1-2 Stunden. Die Brennnessel-Blätter müssen dann so trocken sein, dass sie rascheln und vor allem nicht mehr brennen. Dann können die Samen mit Hilfe eines Haarsiebes von den Blättern und Stielen getrennt werden. Die Blätter, die zusammen mit den Samen geerntet wurden, eignen sich meist nicht zur Verwendung in der Küche, da sie oft schon zu alt sind.

Die gesiebten Brennnessel-Samen lassen sich in einem luftdichten Gefäß, z.B. in einem Glas mit Schraubdeckel, ca. 1 Jahr lang aufbewahren.  Brennnessel-Samen können vielseitig in die tägliche Ernährung integriert werden, zum Beispiel im Müsli, in Brot oder Brötchen, in einem Frischkäse-Dip (siehe auch Frischkäse-Creme mit Brennnessel-Samen). Also, am besten einen ausreichenden Vorrat anlegen!

Der Salz-Anteil ist im nachfolgenden Rezept bewusst gering gehalten, weil die Mischung auch mit wenig Salz sehr würzig ist. Er kann nach Bedarf aber auch erhöht werden.

Brennnessel-Gewürzsalz

Zutaten für :

1 Tasse      Brennnessel-Samen, getrocknet
1 Tasse      Brennnessel-Blätter, getrocknet (alternativ 2-3 EL Brennnessel-Pulver)
1                 Bio-Zitrone, die abgeriebene Schale davon
1 TL           Paprikapulver, scharf (z.B. Pul Biber oder Cayenne)
1/4 Tasse  Salz (Meer- oder Alpensalz)

Zubereitung:

In einem Blitzhacker oder einem kleinen Mixaufsatz zuerst die getrockneten Brennnessel-Blätter pulverisieren. Falls sich Teile der Stiele nicht zerkleinern lassen, am besten heraussieben.

In einer kleinen Pfanne die Brennnessel-Samen trocken rösten, bis sie leicht anfangen zu knistern und nussig riechen. Das dauert ca. 2-3 Minuten. Unbedingt dabei bleiben und die Pfanne leicht schütteln, damit die Samen gemischt werden.

Die gerösteten Brennnessel-Samen etwas abkühlen lassen und dann zu dem Brennnessel-Pulver geben. Die Schale der Bio-Zitrone abreiben und zusammen mit dem Salz und dem scharfen Paprikapulver ebenfalls dazu geben. Alles kurz im Blitzhacker zu einem homogenen Pulver verarbeiten.

Die Brennnessel-Samen-Gewürzmischung bewahrt man am besten auch in einem fest verschließbaren Gefäß auf. Es passt zu vielen Gemüse- oder Eiergerichten, aber auch zu Fleisch. Aber auch eine Scheibe Brot, mit Butter bestrichen, wird mit diesem Gewürz-Salz zu einem besonderen Genuss.

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