Tomaten-Quinoa-Salat mit Löwenzahn

Wenn die Löwenzahnblüte vorbei ist, kann man die frischen, jungen Blätter ernten. Mit ihrer leicht bitteren Note passen sie gut zu einem Salat mit Quinoa und Tomaten und sind in dieser Kombination das, was sich heute Superfood nennt: eine Bowl mit vielen wertvollen Zutaten.

Der Gewöhnliche Löwenzahn (Taraxacum officinale) ist eine der am weitesten verbreiteten Wildpflanzen. Und das, obwohl im Prinzip  alle Teile der Pflanze essbar sind: die Blütenknospen, die gelben Blüten, die Stängel, die Blätter und die Wurzeln. Stängel und Blätter enthalten neben Bitterstoffen auch Vitamine und Mineralien und sind deshalb ein wertvolles Lebensmittel. Allerdings sind Bitterstoffe heutzutage eher unpopulär, weshalb sie im verwandten Kulturpflanzen Radicchio und Chicoree auch weitgehend herausgezüchtet wurde.

Dabei haben gerade die Bitterstoffe eine wichtige Wirkung, denn sie regen die Produktion von Verdauungssekreten, insbesondere Gallenflüssigkeit an. Sie unterstützen deshalb die Verdauung vor allem bei fetten Speisen und können Beschwerden wie Appetitlosigkeit, Völlegefühl und Blähungen lindern.

Löwenzahn-Blätter haben zwar immer den charakteristischen gezähnten Rand, aber die Blätter können dennoch sehr unterschiedlich aussehen. Sie haben aber immer eine dicke, helle Mittelrippe, die auf der Unterseite deutlich hervortritt, und die Blatt-Oberfläche fühlt sich relativ glatt und etwas wachsartig an. Einige verwandte Arten haben dagegen eher raue Blätter.

Damit die Bitterstoffe der Löwenzahnblätter geschmacklich nicht zu sehr dominieren, werden sie am besten mit intensiven Aromen kombiniert. Geschmacksintensive, reife Tomaten sind hervorragende Partner, die sich in vielen Variationen eignen. Außerdem mildert eine Basis aus Getreide oder Pseudo-Getreide den bitteren Geschmack ebenfalls ab und verbindet die Aromen zu einem sättigenden Salat-Gericht. Verwendet werden außerdem möglichst junge, noch zarte Löwenzahn-Blätter, da sie noch nicht so herb schmecken wie ältere Exemplare.

Weitere bewährte Rezepte mit Löwenzahn-Blättern sind:
Salade Lyonnaise
Hungslatse – Eifeler Kartoffel-Löwenzahn-Gemüse
Italienischer Löwenzahn-Radicchio-Salat

Tomaten-Quinoa-Salat mit Löwenzahn

Zutaten für 2 Portionen

100g Quinoa, dreifarbig
1 Handvoll junge Löwenzahnblätter
2 aromatische Fleischtomaten (rot und gelb)
1 Handvoll Walnuss-Hälften, grob gehackt
1 EL gekörnte Gemüsebrühe
4 EL Balsamico-Essig, hell
6 EL mildes Olivenöl
Salz
Pfeffer, schwarz, frisch gemahlen
100g Feta (klassisch oder vegan)

Zubereitung

Die Quinoa-Körner in eine Schüssel mit warmem Wasser geben, eine Weile darin schwenken und dann durch ein Sieb abgießen. Die gewaschenen Quinoa-Körner in einen Topf gegen und mit der 1,5-fachen Menge Wasser auffüllen. Die gekörnte Brühe dazu geben und alles zusammen aufkochen. 6-7 Minuten lange bei leichter Hitze kochen lassen, dann den Topf mit einem Deckel verschließen und die Quinoa-Körner bei ausgeschaltetem Herd noch ca. 10 Minuten ausquellen lassen.

In der Zwischenzeit die Löwenzahn-Blätter waschen und in Streifen schneiden. Die Tomaten in ca. 1 cm große Würfel schneiden und das Feta-Stück zerkrümeln.

Die Quinoa-Körner in eine Schüssel geben, mit den Tomaten, den Löwenzahn-blättern und dem Feta-Käse mischen. Aus Essig, Olivenöl, Salz und Pfeffer ein Dressing zubereiten und über den Salat geben. Alles gut mischen und nach Möglichkeit noch eine viertel Stunde durchziehen lassen.

Wichtiger Hinweis: Wildpflanzen dürfen nur als Lebensmittel verwendet werden, wenn sie 100%ig sicher bestimmt werden können! Für die sichere Erkennung unbedingt zuverlässige Bestimmungsbücher zu Rate ziehen und an Wildpflanzen-Führungen und -Schulungen teilnehmen. Die Verwechslung mit giftigen Doppelgängern muss ausgeschlossen werden können! Auch für die äußerliche Anwendung ist eine absolut sichere Bestimmung Voraussetzung. Selbst für Dekorationszwecke, insbesondere für Tischdekoration sollten nur ungiftige Wildpflanzen verwendet werden. Unter Schutz stehende Wildpflanzen dürfen nicht gesammelt werden!

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