Vin de Noix

Dieser Aperitif-Wein stammt aus Frankreich und wird aus grünen, unreifen Walnüssen hergestellt. Die Walnüsse müssen vor oder am 24. Juni, dem Johanni-Tag, geerntet werden und werden deshalb bei uns Johanni-Nüsse und in Frankreich Noix de la Saint Jean genannt.

 

Das traditionell überlieferte französische Rezept ist einfach zu merken, da es die Ziffer 4 wiederholt: 4 Liter Wein werden mit 40 grünen Walnüssen, die in 4 Teile geteilt wurden, und mit 40 Zuckerwürfeln 40 Tage lang angesetzt. Optional wird der Mischung noch 1 Liter Branntwein zugesetzt, manchmal werden entsprechend des individuellen Familienrezepts noch weitere Zutaten dazu gegeben.

Um die vielfältigen Aromen besser zur Geltung kommen zu lassen hat es sich aber bewährt, den Vin de Noix mehr als 40 Tage lang reifen zu lassen. 4 Monate sind also besser als 40 Tage und nach 4 Jahren ist der Aperitif-Wein noch feiner geworden – wenn dann noch etwas davon übrig ist…

Auf dem traditionellen Rezept basierend, aber in der Menge etwas angepasst und mit Orangenschale verfeinert ist das folgende Rezept:

Vin de Noix

Zutaten für ca. 3 l:

20          grüne Walnüsse, vor Johanni geerntet
60g        Zucker
2 l          Roséwein
500 ml  Korn
1            unbehandelte Bio-Orange

Zubereitung:

Die Grünen Nüsse waschen, vierteln und in ein großes Gefäß geben. Die Orange waschen und die Schale dünn abschälen.

Alle weiteren Zutaten in das Gefäß zu den Nüssen geben und das Gefäß mit einem mehrfach gefalteten, sauberen Tuch abdecken. Den Vin de Noix-Ansatz mindestens 40 Tages ziehen lassen, besser sind 4 Monate. Es lohnt sich aber auf jeden Fall, nach 40 Tagen mal zu probieren.

 

In dieser Zeit verändert der Vin de Noix die Farbe zu einem tiefen, warmen Dunkelbraun. Dann Abseihen, ggf. auch durch ein feines Tuch filtern und in Flaschen abfüllen. Man kann den Vin de Noix dann direkt genießen oder in der Flasche weiter reifen lassen.

Der Vin de Noix wird als Aperitif meist pur getrunken, kann aber auch mit Prosecco aufgegossen werden.

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