Pickles vom Japanischen Staudenknöterich

Ähnlich wie Rhabarber lassen sich auch die jungen Triebe des Japanischen Staudenknöterichs sowohl süß als auch herzhaft zubereiten. Oder auch süß-sauer als Pickles.

Der Japanischer Staudenknöterich (Fallopia japonica) ist inzwischen in Europa vor allem als invasiver Neophyt bekannt. Das heißt, dass diese nicht heimische Pflanze sich sehr stark ausbreitet. Offensichtlich fühlt sich diese Knöterich-Art im gemäßigten europäischen Klima sehr wohl und dank ihrer erfolgreichen Vermehrungsstrategien fasst sie vor allem an Bach- und Flussläufen, aber auch an Wald- und Straßenrändern, sehr effektiv Fuß.

Mehr Informationen zum Japanischen Staudenknöterich gibt es im Beitrag über „Cupcakes vom Japanischen Knöterich„. Hier geht es nun um eine weitere Möglichkeit, das „Unkraut“ zuzubereiten.

Ess- und vor allem genießbar sind die jungen Triebe und Triebspitzen, bevor sie verholzen. Die Stängel sind, anders als beim Rhabarber, innen hohl. Die äußere Wand des Stängels sollte allerdings eine ähnliche Konsistenz haben wie der  verwandte Rhabarber haben und ebenfalls säuerlich schmecken.

Zu den Knöterich-Gewächsen zählen neben Rhabarber u.a. auch Mangold, Spinat und Portulak, außerdem Sauerampfer und Sauerklee. Sie enthalten relativ große Mengen an Oxalsäure, weshalb sie nicht häufig und in großen Mengen gegessen werden sollen. Menschen mit Nierenerkrankungen sollte diese Pflanzen am besten ganz meiden.

Pickles vom Japanischen Staudenknöterich

Zutaten

500 g Triebspitzen vom Japanischen Staudenknöterich
250 ml Wasser
250 ml Apfelessig
20 g Salz
40 g Zucker
1 TL Pfefferkörner, schwarz, ganz
2-3 Knoblauchzehen
1 Lorbeerblatt

Zubereitung

Die Staudenspitzen des Japanischen Knöterichs von den Blättern befreien. Dann die Stängel in Ringe schneiden und in ein 1-Liter-Drahtbügelglas geben.

Wasser, Apfelessig, Salz, Zucker, Pfefferkörner und Lorbeerblatt in einen Topf geben und kurz aufkochen. Die Knoblauchzehen dazu geben, dann den Sud ca. 5 Minuten abkühlen lassen. Anschließend über die Knöterich-Ringe in das Glas gießen. Die Knöterich-Ringe müssen alle bedeckt sein, ansonsten ggf. noch mehr Sud aus verdünntem Apfelessig dazu geben.

Die Pickles mindestens 3 Tage bei Zimmertemperatur stehen lassen. Dann in den Kühlschrank stellen. Gekühlt sind sie mehrere Monate haltbar.

Die Staudenknöterich-Pickles passen gut zu gemischten Salaten. Der Sud bildet eine gute Grundlage für Salat-Dressings.

Wichtiger Hinweis: Wildpflanzen dürfen nur als Lebensmittel verwendet werden, wenn sie 100%ig sicher bestimmt werden können! Für die sichere Erkennung unbedingt zuverlässige Bestimmungsbücher zu Rate ziehen und an Wildpflanzen-Führungen und -Schulungen teilnehmen. Die Verwechslung mit giftigen Doppelgängern muss ausgeschlossen werden können! Auch für die äußerliche Anwendung ist eine absolut sichere Bestimmung Voraussetzung. Selbst für Dekorationszwecke, insbesondere für Tischdekoration sollten nur ungiftige Wildpflanzen verwendet werden. Unter Schutz stehende Wildpflanzen dürfen nicht gesammelt werden!

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