Himbeer-Honig

Fruchtig-frisch und süß: Himbeeren und Honig sind eine perfekte Kombination und ein wunderbarer Brotaufstrich!

Auf der Suche nach einer Möglichkeit, den intensiven Fruchtgeschmack der Himbeeren ohne industrielle Hilfsmittel zu konservieren, ist dieses perfekte Duo entstanden. Es ist wahrscheinlich, dass man früher, bevor Zucker als billiges Massenprodukt leicht erhältlich war, Früchte mit Honig haltbar gemacht hat. Die raren süßen Früchte, die im Wald gesammelt werden mussten, wurden dann zusammen mit dem Honig von Wildbienen zu einem ganz besonders wertvollen Gaumenschmaus – oder auch zur Medizin, denn die Früchte und auch andere Pflanzenteile der Himbeere wurden volksmedizinisch als leicht entzündungshemmendes Mittel zum Beispiel bei Halsentzündungen verwendet. Diese Wirkung wird durch den Honig verstärkt.

Natürlich kann man die Früchte auch trocknen; dabei leidet aber der frische Geschmack und es besteht immer die Gefahr, dass sich Schimmel bildet – vor allem wenn die Früchte sehr saftig sind.

Der heute gelegentlich im Handel erhältliche Himbeer-Honig wird mit industriell gefriergetrockneten Früchten hergestellt. Das hat den Vorteil, dass dem Honig keine zusätzliche Flüssigkeit zugesetzt wird, denn wenn der Wasser-Anteil im Honig zu hoch ist, kann er schimmeln.

Um frische Himbeeren mit Honig zu konservieren, muss man ihnen also Flüssigkeit entziehen. Das ist auch mit einfachen Mitteln möglich:

Himbeer-Honig

Zutaten

250g Himbeeren (am besten kleine, aromatische Sorten oder Wild-Himbeeren)
500g regionaler Blüten-Honig (oder nach Geschmack)

Zubereitung

Die Himbeeren mit ca. 2 EL des Honigs in einen kleinen Topf. Unter Rühren bei geringer Hitze aufkochen und so lange kochen lassen, bis die Himbeeren einen großen Teil der Flüssigkeit verloren haben und die Menge ca. um die Hälfte reduziert ist.

Dann den restlichen Honig dazugeben und die Himbeer-Honig-Masse weiterhin unter Rühren erhitzen und kurz aufkochen lassen, bis sie leicht andickt.

Den Himbeer-Honig heiß in ein sterilisiertes Glas füllen und mit einem Deckel verschließen. Abkühlen lassen und im Kühlschrank aufbewahren. Nur mit einem sauberen Löffel entnehmen und innerhalb von 2-3 Wochen aufbrauchen.

Er schmeckt im Hafer- oder Dinkelbrei mindestens so gut wie auf frischem Weißbrot, aber auch in Quark und Joghurt oder zu würzigem Käse kommt der Geschmack besonders gut zur Geltung.

Wichtiger Hinweis: Wildpflanzen dürfen nur als Lebensmittel verwendet werden, wenn sie 100%ig sicher bestimmt werden können! Für die sichere Erkennung unbedingt zuverlässige Bestimmungsbücher zu Rate ziehen und an Wildpflanzen-Führungen und -Schulungen teilnehmen. Die Verwechslung mit giftigen Doppelgängern muss ausgeschlossen werden können! Auch für die äußerliche Anwendung ist eine absolut sichere Bestimmung Voraussetzung. Selbst für Dekorationszwecke, insbesondere für Tischdekoration sollten nur ungiftige Wildpflanzen verwendet werden.