Stern aus Gräsern

Oft können auch die einfachsten Dinge eine große Wirkung haben. Strohsterne sind ein gutes Beispiel dafür, denn es lassen sich wahre Kunstwerke aus den Halmen der Getreide-Ähren binden oder flechten. Aber auch aus Gräsern lassen sich mit einfachsten Mitteln schöne Sterne herstellen, wie dieses Beispiel zeigt. Benötigt wird dafür nicht mehr als eine Hand voll längerer Gräser und ein Stück Nähgarn. 

Die langen, zierlichen Gräser trotzen Frost, Schnee und Wind. Diese kleinen Wunder der Natur sind meist eher unscheinbar, aber wenn sich zum Beispiel der Rauhreif darauf absetzt und märchenhafte Kristalle bildet, werden sie zu faszinierenden Glitzer-Objekten.

Stern aus Gräsern

Für einen Stern mit einem Durchmesser von ca. 20 cm braucht man:

Material

mind. 60 Grashalme, etwa gleich dick, in der Länge von mind. 25 cm
festes Nähgarn in einer passenden Farbe

Anleitung

Die Grashalme werden so gekürzt, dass weder Ähren noch dicke Knoten oder Blätter in dem Stück enthalten sind, das verarbeitet wird. Wenn das Gras noch leicht feucht ist, ist es elastischer und leichter zu verarbeiten. Es darf aber nicht weich sein, sondern muss eine eigene Spannung haben.

Dann werden 6 Bündel zu je 10 Halmen abgezählt. Je drei Bündel werden an einer Seite mit einem Stück Nähfaden zusammengebunden, indem sie mehrfach fest umwickelt und der Faden dann fest geknotet wird. Beim zweiten Bündel wird auch die andere Seite zusammengebunden.

Anschließend werden die Grashalm-Bündel ineinander geschoben, so dass ein Flechtmuster entsteht. Dabei das erste Drittel des an einer Seite offenen Bündels erst über 10, dann unter 10 und dann wieder über 10 Halme des an beiden Seiten zugebundenen Bündels schieben.

Dann das zweite Drittel des an einer Seite offenen Bündels erst unter 10, dann über 10 und dann wieder unter 10 Halme des an beiden Seiten zugebundenen Bündels schieben. Das offene Bündel dabei schräg legen, damit es sich in die quer liegenden Halme schieben lässt, ohne dass die ersten 10 Halme wieder herausrutschen.

Zuletzt das letzte Drittel des offenen Bündels wie das erst Drittel in das geschlossene Bündel flechten.

Wenn die 6 Grashalm-Bündel ineinander geflochten wurden, halten sie von alleine zusammen. Nun die noch offene Seite zubinden und die Bündel ausrichten.

Ggf. die anderen Spitzen des Sterns nochmal fest umwickeln ( wenn die Grashalme trocknen werden sie noch etwas dünner und die Fäden werden lockerer), dann die Enden der Fäden abschneiden und eventuell einen langen Faden zum Aufhängen anbringen.

Auch aus anderen Natur-Materialen lassen sich solche Sterne binden, zum Beispiel aus Binsen, Winter-Jasmin, dünnen Haselnuss- oder Hartriegel-Trieben. Bei dickerem Material genügen weniger Stück pro Bündel. Das Material muss lang und elastisch genug sein, dass es beim Flechten nicht bricht.