Winterliches Früchtebrot

Ein gutes Früchtebrot vereint viele kulinarische Schätze: verschiedene Nüsse und Früchte aus der Ernte des Sommers, die durch Trocknen haltbar gemacht wurden. Veredelt wird es mit Gewürzen, den Schätzen aus dem fernen Orient, und ist damit ein Gaumenschmaus für die winterlichen Festtage.

Das Beste fürs Fest – das ist heute noch immer so wie früher. Während man heutzutage die meisten Lebensmittel das ganze Jahr über im Supermarkt kaufen kann, begann mit dem Winter früher meist eine karge Zeit. Wer vorgesorgt und Vorräte angelegt hatte, konnte sich glücklich schätzen. Diese mussten mit Bedacht über die Zeit verteilt werden, in der es kaum frische Nahrungsmittel wie Gemüse, Obst und Kräuter gab. An Festtagen wurde jedoch aufgetischt, was die wertvollen Vorräte zu bieten hatten.

In der Alpenregion hat das Früchtebrot, das mancherorts auch Hutzel- oder Kletzenbrot genannt wird, eine lange Tradition in der Weihnachtszeit. Es kommt auch heute noch zu verschiedenen Anlässen auf den Tisch oder wird als besondere Gabe verschenkt.

Getrocknete Früchte waren vor allem wegen ihrer Süße begehrt und auch heute werden sie als Alternativen zu Haushaltszucker in der Küche verwendet. Walnüsse, Haselnüsse, und Mandeln enthalten viele gesunde Fette, sind aromatisch und nahrhaft und ergänzen sich gut mit süßen Früchten wie Aprikosen, Pflaumen, Datteln, Rosinen, Korinthen, Feigen oder Birnen.

Die für uns meist mit Weihnachten assoziierten Gewürze sind Zimt, Nelke, Muskat, Sternanis und Piment. Sie sind auch die wichtigesten Bestandteile in Lebkuchen-Gewürzmischungen.

Früchtebrot enthält nur gerade so viel Mehl, dass die Früchte und Nüsse zusammengehalten werden. Mancherorts wird das Früchtebrot auch in einen dünnen, hellen Hefeteig eingeschlagen. Dieser verhindert, dass die außenliegenden Nüsse und Früchte verbrennen. Rustikaler ist jedoch die Variante ohne „Vepackung“.

Winterliches Früchtebrot mit den Schätzen des Sommers

Zutaten für 3 Brote à ca. 750g oder 7 Brote à ca. 350g:

Je 200g    getrocknete Pflaumen, Aprikosen, Datteln, Sultaninen und Korinthen
3 Würfel  frische Hefe
¼ l            Wasser, lauwarm
800 g        Weizenmehl
1 TL           Salz

2 geh. TL Zimt, gem.
½ TL        Piment, gemahlen
¼ TL        Nelken, gemahlen
½ TL        Muskatnuss, gemahlen
¼ TL        Sternanis, gemahlen
(Alternativ: 3 TL Lebkuchengewürz)

1 geh. EL Kakaopulver
4 EL          Sonnenblumenöl
200g         Mandeln, grob gehackt
200g         Haselnüsse, ganz
200g         Walnusskerne, grob gehackt

Zubereitung:

Die Aprikosen, Datteln und Pflaumen kleinschneiden. Die Hefe mit ca. 1/4 l lauwarmen Wasser anrühren. Das Trockenobst zusammen mit den Sultaninen und Korinthen, den Gewürzen, dem Kakao, dem Hefe-Ansatz, Salz und Mehl zu einem knetbaren Teig verarbeiten (ggf. noch wenig Wasser zugeben), dann an einem warmen Ort ca. 20-30 min gehen lassen.

Anschließend die Nüsse und das Sonnenblumenöl dazu geben und gut einarbeiten. Aus dem elastischen Teig längliche Brotlaibe formen, diese auf ein mit Backpapier belegtes Backblech legen und mit einem Tuch bedeckt nochmals ca. 30 – 60 min an einem warmen Ort gehen lassen; zwischenzeitlich den Backofen auf 200°C vorheizen. Die Brote dann 45 – 60 min backen.

Die Früchtebrote sind bei kühler Lagerung und in Butterbrotpapier eingeschlagen mehrere Wochen haltbar und schmecken am besten in dünne Scheiben geschnitten und mit etwas Butter bestrichen. Eine Holunderbeeren-Punsch mit Nelkenwurz passt perfekt dazu.

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