Mund- und Nasen-Maske selbst nähen

Aus bunten Stoffresten, die im Haushalt zu finden sind, lassen sich mit wenig Material- und Zeitaufwand Mund- und Nasen-Masken nähen. Sie können bei Mangel an industiell hergestellten Masken helfen, Infektionsrisiken durch Tröpfchen- und Schmierinfektion zu reduzieren. Mehr Informationen dazu unter #Maskeauf oder Maskeauf.de

Im Gegensatz zu anderen Schnittmustern ist das hier gezeigte Modell an die Gesichtskonturen angepasst. Es hat deshalb keine Dehnungsfalten und benötigt weniger Stoff. Außerdem besteht die Möglichkeit, zwischen Innen- und Außenstoff eine auswechselbare Filtereinlage einzulegen. Um das dichte Abschließen der Maske an der Nase zu verbessern, ist außerdem ein Tunnel für einen biegsamen Draht vorgesehen.

Das Schnittmuster ist für die Herstellung von Masken für Jugendliche und Erwachsene passend. Für Kinder muss der Schnitt verkleinert werden.

Wichtiger Hinweis: Die Anleitung wird ausschließlich für das Herstellen von Masken für den Eigenbedarf und für den engen Familien- und Freundeskreis zur Verfügung gestellt. Sie ist keinesfalls für die kommerzielle Nutzung zulässig! Diese Mund-Nasen-Masken sind kein zuverlässiger Schutz gegen Infektionen (siehe auch Haftungsausschluss unten)! Sie können aber dazu beitragen – vor allem wenn möglichst viele Menschen sie tragen – das Infektionsrisiko für alle zu reduzieren und die Ausbreitung der Pandemie zu verlangsamen. Da medizinische Masken unbedingt dem medizinischen Fachpersonal vorbehalten bleiben müssen, sind selbst gemachte Masken für den privaten Gebrauch eine gute Alternative. Trotz des Tragens einer Maske sind aber Handhygiene und Abstandhalten oberstes Gebot. Außerdem müssen die Masken richtig sitzen und nach jedem Gebrauch bei mind. 60°C gewaschen oder für mind. 5 min im Wasserbad gekocht werden.

Selbst genähte Mund- und Nasen-Maske

Material:

Ca. 32 x 18 cm 100%iger Baumwollstoff, gewaschen (Außenstoff)
Ca. 32 x 18 cm 100%iger Baumwollstoff, gewaschen (Innenfutter)
Ca. 70 cm schmales Gummiband oder –kordel (oder 1 m Baumwollkordel)
Gefrierbeutel-Drähte (alternativ Pfeifenputzer o.ä.)

Der verwendete Stoff muss kochfest sein, d.h. aus 100%iger Baumwolle, am besten von bereits getragenen und mehrfach gewaschenen Kleidungsstücken, Geschirrtüchern, Stoffservietten oder Tisch- und Bettwäsche.

Anleitung:

Die beigefügte PDF-Datei herunterladen und ausdrucken. Anhand der 5 cm-Skala den Maßstab überprüfen, ggf. auf dem Drucker anpassen. Das Schnittmuster ausschneiden und auf den Außen- und Innenstoff übertragen. Die einzelnen weiteren Schritte sind in der Anleitung auf Bildern gezeigt.

Filter:

Als Filter eignen sich nach aktuellen Erkenntnissen Vlies-Materialen aus Papier oder Mikrofasern. Das sind z.B. Papiertaschentücher, Tissue-Tücher, Küchenkrepp. Einzelne Quellen empfehlen, das Papier nass zu machen und dann wieder trocknen zu lassen, um es noch dichter zu machen. Der Vorteil an den Filtern auf Papier-Basis ist, dass sie i.d.R. leich verfügbar sind und nach dem Gebrauch im Restmüll entsorgt werden können.

Pflege:

Die Maske nicht länger als 2 Stunden am Stück, oder wenn sie durchgefeuchtet ist, tragen.

Den Filter entfernen und im Restmüll entsorgen. Die benutzte Maske bis zum Waschen am besten in einem Plasikbeutel aufbewahren.

Nach dem Abnehmen der Maske die Hände gründlich waschen.

Die Maske nach jedem Gebrauch mindestens bei 60°C waschen oder mind. 5 Minuten in einem Topf mit Wasser kochen. Dafür ggf. die Gummikordel entfernen, um die Haltbarkeit des Gummis zu verlängern (ausgenommen Wäschegummis).

Hinweis:

Dieses Schnittmuster wurde nach einer Anleitung von craftpassion.com (https://www.craftpassion.com/face-mask-sewing-pattern/2/) adaptiert, die für den nicht-kommerziellen Gebrauch kostenlos zur Verfügung gestellt wird.

Haftungsausschluss:

Mit der Bereitstellung dieser Anleitung ist ausdrücklich jegliche Haftung für die Wirksamkeit sowie sachgerechte Herstellung und Verwendung der Mund- und Nasen-Maske ausgeschlossen. Die Herstellung und Verwendung erfolgen auf eigene Gefahr, jeglicher Schadenersatzanspruch ist ausgeschlossen.

Die Hygienevorschriften des Robert-Koch-Instituts sind auf jeden Fall vorrangig zu beachten.