Kränzchen aus Hortensien-Blüten

Hortensien sind zwar keine heimischen Pflanzen, aber sie fühlen sich in Parks und Gärten der gemäßigten Breiten sehr wohl und bilden im Sommer wunderschöne Schaublüten. Aus diesen lassen sich im Handumdrehen kleine Kränzchen zaubern.

Am bekanntesten sind die sogenannten Garten- oder Bauernhortensien mit ihren üppigen blauen, lila oder roten Blütenballen. Aber auch die Rispenhortensie kann sich durchaus sehen lassen. Sie ist zarter und weniger farbintensiv, was aber ebenfalls sehr reizvoll sein kann. Die eigentlichen Blüten der Hortensien sind bei allen Arten winzig klein. Für uns Menschen sind vor allem die Schaublüten attraktiv, ebenso wie für die tierischen Bestäuber, die die Pflanze damit anlockt.

Ein Kränzchen aus Hortensien-Blüten ist schnell gemacht und hat den großen Vorteil, dass es auch beim Trocknen Form und Farbe weitgehend behält. Benötigt wird lediglich ein kleiner Reif in der passenden Größe. Er kann aus Metall oder Holz sein, lässt sich aber aus biegsamen Trieben wie zum Beispiel vom Haselstrauch oder vom wilden Wein ganz leicht selbst machen.

Material

  • je nach Größe des Kränzchens 2-3 Hortensien-Blütenköpfe (hier von einer Rispen-Hortensie)
  • einen Reif (hier aus wildem Wein), Durchmesser ca. 12-15 cam
  • Schere
  • dünner Draht (am besten brauner oder grüner Floristendraht, es geht aber auch mit Silberdraht)

Anleitung

Vom wilden Wein oder dem Haselnuss-Trieb die Blätter entfernen und aus der Ranke bzw. dem Zweig einen Reif bilden. Diesen ggf. mit dem dünnen Draht fixieren.

Die Hortensien-Blüte vorsichtig in kleine Sträußchen teilen, die jeweils noch einen kurzen Stiel haben.

Wenn genügend kleine Sträußchen vorhanden sind, das erste Sträußchen auf den Reif legen und mit einer Hand festhalten. Mit der anderen Hand den Draht ein- bis zweimal fest (nicht zu fest!) um den Reif und um den Stiel des Sträußchens wickeln.

Anschließend das nächste Sträußchen etwas versetzt anlegen und ebenfalls mit dem Draht umwickeln. Dabei darauf achten, dass sich ein möglichst dichtes Bild der festgebundenen Blüten ergibt.

Auf diese Weise den Reif entlang weiter arbeiten, bis man wieder am Beginn ankommt. Dort wird das erste Sträußchen vorsichtig zur Seite gebogen, damit das letzte eingefügt und der Kranz geschlossen werden kann. Wenn das Kränzchen aufgehängt werden soll, am Schluss eine Schlaufe mit dem Draht biegen, bevor er abgeschnitten wird. Dann ist das Kränzchen fertig und kann vorsichtig noch etwas in Form gezupft werden, falls irgendwo größere Lücken sein sollten. Falls notwendig können nachträglich auch noch Blüten-Sträußchen eingefügt werden.

Selbst gemachte Kränzchen aus Natur-Materialien brauchen allerdings nicht perfekt zu sein. Sie wirken viel natürlicher und lebendiger, wenn man ihnen ansieht, dass sie mit Liebe selbst gemacht wurden.