Durch Fermentation frisches Gemüse nicht nur haltbar machen, sondern damit auch neue Geschmackserlebnisse erschließen, die Gesundheit der Darmflora fördern und das Immunsystem stärken? Und dabei auch noch Umwelt, Ressourcen und Portemonnaie schonen – das klingt fast zu schön, um wahr zu sein!


Neue Termine und für Fermentations-Workshops im Haus der Familie in Bonn (Bad Godesberg) sind in Planung.
Wenn die Termine ins Programm aufgenommen wurden, können sie direkt über
www.hdf-bonn.de/programm/kochen/naehen/ernaehrung
gebucht werden.
Fermentieren ist eine der ältesten und bewährtesten Konservierungsmethoden der Menschheit. Das Konservieren war früher lebensnotwendig, da die meisten Lebensmittel nur saisonal verfügbar und nicht, wie heute durch den globalen Handel üblich, meist ganzjährig verfügbar waren. Durch verschiedene Methoden der Konservierung konnten Vorräte angelegt werden, die nicht verdarben. Entgegen der meisten anderen Konservierungsmethoden nimmt der Nährwert durch die Fermentation bei vielen Produkten allerdings eher zu als ab. Deshalb ist die Kunst des Fermentierens, trotz des heutigen Überflusses an Lebensmitteln, immer noch bzw. wieder voll im Trend. Fermente
- sind aus gesundheitlichen Gesichtspunkten ausgesprochen interessant,
- bereichern den Teller um vielfältige Farben und Aromen,
- leisten einen wertvollen Beitrag zur regionalen und saisonalen Ernährung,
- helfen dabei, Lebensmittelverschwendung zu vermeiden und
- sind kostengünstig.
Neben den mikrobiologischen Grundlagen einer sicheren Fermentation, liegt der Fokus der Workshops auch auf den gesundheitsfördernden Aspekten von fermentiertem Gemüse und den Einfluss auf das Darm-Mikrobiom.
Im praktischen Teil setzen wir gemeinsam Gemüse-Fermente an, die du mit nach Hause nimmst. Sie werden nach dem Prinzip der wilden Fermentation hergestellt.
Im Level-1-Workshop (Basis-Kurs) erlernst du die Grundlagen und weißt anschließend, wie du mit einfachsten Hilfsmitteln zum Beispiel aus Weißkohl oder Rotkohl Sauerkraut herstellst und dabei dessen Nährstoff- und Aromaprofil steigerst.
Im Level-2-Workshop (Aufbau-Kurs) erfährst du, worauf du achten musst, um erfolgreich buntere und komplexere Fermente aus Gemüse wie z.B. Gurken, Möhren, Rote Bete, Kohlrabi, Rettich, Sellerie oder Kürbis zu produzieren. Je nach saisonaler Verfügbarkeit stellen wir z.B. gemeinsam, eine Gardiniera (fermentiertes gemischtes Antipasti-Gemüse), Chren (Rote-Bete-Creme mit Meerrettich), Gurken-/Möhrensticks her.
Im Level-3-Workshop geht es ausschließlich um Kimchi. Du lernst, was Kimchi ist und inwiefern es sich von den Milchsäurefermenten der Level 1 und 2 unterscheidet. Du erfährst, welche Zutaten für ein klassisches Kimchi typisch sind und wie du sie ersetzen kannst, wenn du mit regionalen Zutaten arbeiten möchtest. Außerdem zeige ich dir sowohl die traditionelle koreanische Zubereitungsweise als auch eine schnellere Version von Kimchi.
Bei jedem Workshop gibt es Fermenten zum Probieren, damit du weißt, wie dein Ferment in etwa schmecken wird, wenn es fertig ist, und um das Spektrum der Aromen-Vielfalt besser kennenzulernen.


Ein Fermentationsglas, ein Fermentationsgewicht, die Zutaten für das Ferment, das zum Fermentieren benötigte Salz, die Verkostung verschiedener Gemüse-Fermente und eine Anleitung sind im Preis enthalten.
Der Level-1-Kurs richtet sich an Fermentations-Neulinge, ist aber für Erfahrenere ebenfalls interessant, die bisher noch an keinem Level-1-Workshop teilgenommen haben oder das Basis-Wissen auffrischen wollen.
Die Level-2/3-Kurse gehen auf die Grundlagen der Fermentation nur am Rande ein, damit mehr Zeit für die Besonderheiten und das Zubereiten der etwas komplexeren Gemüse-Fermente bzw. des Kimchi bleibt.
Termine 2026
aktuell finden keine Termine auf dem Wilhelmshof in Sinzig statt, sondern im Haus der Familie in Bonn. Die neuen Termine werden noch bekanntgegeben.
Kursleitung: Gudrun Rieck, Kräuterpädagogin und Fermentista (mehr)
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